Transitions Foundation

Gegründet 2012. Unser Partner seit 2013.

Die Transitions Foundation ist eine südafrikanische Non-Profit-Organisation (NPO), die das Ziel verfolgt, junge Südafrikaner*innen beim Übergang (engl.: ‚Transition‘) von der High School zum Studium oder zur Berufsausbildung zu begleiten, und sie dabei durch außerschulische Bildungsangebote zu unterstützen. Dazu gehört neben der Betreuung des schulischen Werdegang, speziell im Bereich der MINT (STEM) Fächer auch das Angebot gesellschaftspolitischer Weiterbildung in Bereichen wie Gesundheit und Gerechtigkeit. Die Organisation wurde im Jahr 2012 gegründet und führt seitdem die „Young, African & Dreaming“-Initiative durch.

Die „Young, African & Dreaming“-Initiative

Die von Go Ahead! unterstützte Initiative „Young, African & Dreaming“ (dt.: ‘Jung, Afrikanisch & Träumend’) begleitet eine Gruppe von mittlerweile fast 60 jungen Südafrikaner*innen zwischen 16 und 18 Jahren während ihrer letzten drei Jahre in der High School bis zum Schulabschluss sowie beim Übergang zu Studium oder Berufsausbildung. Das Programm richtet sich an besonders motivierte Schüler*innen, die die Allanridge Secondary School in Midrand, nahe Pretoria, besuchen. Dies ist eine staatliche Schule ohne Schulgebühren. Die Familien im Township, in dem die Schule liegt, können sich die Schulgebühren an anderen (privaten) Schulen meist nicht leisten.

Während der dreijährigen Laufzeit des „Young, African & Dreaming“ Programms nehmen die Schüler*innen in zwei Veranstaltungsblöcken, einem Sommer- und einem Wintersemester, an einer Wochenendakademie teil. Dabei treffen sie sich an zehn Samstagen und Sonntagen, um gemeinsam an verschiedenen Themen zu arbeiten.

 

Mentor der Transitions Foundation mit einem teilnehmenden Schüler, 2015

Im Rahmen der Akademien werden zwei verschiedene Bereiche angegangen: zum Einen durch das „Minds-in-Transition“-Programm, ein intensives Nachhilfeprogramm in Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch. Zum Anderen durch das „Lives-in-Transition“-Programm, bei dem es um Soft-Skills und die persönliche Karriere-/ Zukunftsplanung der Schüler*innen geht. Zur Unterstützung der Trainer*innen der Transition Foundation werden außerdem einflussreiche und bekannte südafrikanische Persönlichkeiten eingeladen, um als Vorbilder zu den Jugendlichen zu sprechen. Weiterhin umfasst die Initiative regelmäßige Ausflüge zu historischen Orten in der Umgebung von Johannesburg sowie ein dreitägiges Bildungscamp, bei dem den Teilnehmer*innen Führungsqualitäten vermittelt werden sollen.

Hintergrund der Initiative

Ein Teambuilding-Spiel während der Winter-School von Transitions Foundation, 2015

Obwohl Südafrika sehr hohe staatiche Ausgaben für Bildung tätigt, ist die Qualität der öffentlichen Schulbildung, oftmals auch im Vergleich mit anderen Ländern der Region, mangelhaft und nicht mit internationalen Standards vergleichbar. Insbesondere in Mathematik und Naturwissenschaften werden schlechte Ergebnisse erzielt.

Vor allem Schüler*innen an staatlichen Schulen ohne Schulgebühren sind davon stark betroffen. Diese Schulen sind in Südafrika finanziell sowie personell am schlechtesten ausgestattet und bieten oftmals eine geringe Qualität in der Lehre. Dementsprechend besucht nur ein geringer Anteil der Schulabsolvent*innen im Anschluss eine Universität oder schließt eine Berufsausbildung ab. Oftmals fehlt es an Bewusstsein möglicher Karriereoptionen oder dem familiären Rückhalt, sich für diese zu qualifizieren. Die Arbeitslosenquote unter den Absolvent*innen ist sehr hoch.

Bisherige Erfolge des Programms

Die mittlerweile dritte Gruppe von Schüler*innen hat das „Young, African & Dreaming“ Programm Ende 2020 an der Allanridge Secondary School abgeschlossen.

Vielen Teilnehmer*innen wurden durch das Programm neue Perspektiven aufgezeigt: Die meisten haben inzwischen eine klare Vision vor Augen, wie es nach ihrem Schulabschluss für sie weiter gehen soll. Sie haben das Selbstvertrauen gewonnen, an sich zu glauben und ambitionierte Ziele zu verfolgen. Einige haben die Gelegenheit genutzt, einen Tag lang Einblicke in Unternehmen gewinnen zu können, das sie als zukünftigen Arbeitgeber spannend fänden. Aus der diesjährigen Kohorte, die das Programm durchlaufen hat, haben
alle Schüler*innen einen erfolgreichen Schulabschluss erhalten. Die Jugendlichen, die am Wochenendprogramm von Transitions Foundation teilgenommen haben, weisen somit eine hundertprozentige Erfolgsquote beim Erreichen des Schulabschlusses auf. Im Vergleich zur schulinternen Quote, die bei 72% liegt, weisen die Teilnehmenden bei Transitions Foundation eine signifikant höhere Erfolgsrate vor. Zudem haben 71 % der Begünstigten mit ihren Ergebnissen eine Hochschulzugangsberechtigung (sogenannte Bachelor’s passes) erhalten und können ein Studium antreten. Im Vergleich hierzu erreichen im südafrikanischen Vergleich ca. 30 % der Schüler*innen einen Abschluss mit Hochschulzugangsberechtigung.

Während der Winter-School 2015 hat die Transitions Foundation eine Bücherspendenaktion durchgeführt, um die Bibliothek der Allenridge Highschool auszustatten

Im Laufe des Programms wurde zudem durch eigene Evaluierung der Partnerorganisation eine signifikante Verbesserung der Leistungen insbesondere in Naturwissenschaften und Mathematik gemessen. Im Kalenderjahr 2019 haben 92% der Schüler*innen die Anforderungen im Fach Mathematik erreichen können, während in naturwissenschaftlichen Fächern eine starke Quote von 78,8% vorzuweisen ist. Speziell im innersüdafrikanischen Vergleich und auf lokaler Ebene mit den Quoten der Schule sind diese Zahlen beeindruckend und zeigen die nachdrückliche Wirkung, die das Programm von Transitions Foundation auf die Schüler*innen hat. (Stand November 2020).

Berichte

Jahresbericht 2018
Jahresbericht 2016

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